Nach einem bis auf kleinere Turbulenzen über dem Atlantik ruhigen Flug, sind wir nach 13 Stunden Flug pünktlich um 7.45 Uhr Ortszeit (11.45 Uhr deutsche Zeit) in Buenos Aires gelandet. Der über Uber bestellte Transport hat auch tadellos funktioniert. Dabei konnten wir gleich zwei bereits vorhandene Vorkenntnisse auffrischen, als da wäre: Taxis in Buenos Aires sind sehr günstig, dafür kann die Fahrt auf Grund der Verkehrsdichte aber auch mal etwas länger dauern.
Da wir im Hotel erst um 15 Uhr einchecken konnten, machten wir uns trotz Jetlag gleich auf unsere erste Tour durch die Stadt. Unser erstes Ziel war das alte und sehr traditionelle Café Tortoni. Vor 25-30 Jahren war das noch ein Geheimtipp; man konnte sich Zeit lassen und das Ambiente so richtig genießen. Heute steht das Café als „Geheimtipp“ in jedem Reiseführer, so dass die Leute Schlange stehen und hoffen, in endlicher Zeit einen Platz zu ergattern. Das wollten wir uns nicht antun und sind 200 Meter weiter in ein anderes, zwar nicht so bekanntes, aber ebenfalls sehr stimmungsvolles Café gegangen.
Unser nächstes Ziel war das „Casa rosada“. Das ist der Präsidentenpalast. Wie allgemein bekannt ist, gehört zur Grundausstattung des Palastes neuerdings auch eine Kettensäge … Interessanter als die Kettensäge-Geschichte fanden wir aber vor dem Palast ein Mahnmal für die Opfer der Corona-Pandemie. Um den Sockel einer schon seit Jahrzehnten vorhandenen Statue, wurde für jedes Opfer ei Stein mit Name sowie Geburts- und Todesdatum abgelegt. Schlicht, einfach, billig, aber sehr würdevoll. In Deutschland muss über so etwas bekanntlich zuerst jahrelang politisch diskutiert werden.
Zwischendurch haben wir uns dann noch einen mobilen Internetzugang besorgt. Das geht für Touristen sehr einfach und billig. Unter Vorlage eines gültigen Reisepasses kann man sich als Tourist eine SIM-Karte mit einem vier Wochen gültigen Prepaid-Guthaben von 25 GB für ca. 13 Euro kaufen. Das Ganze nennt sich „Chip turista“ und ist einfach unschlagbar.
Zum Abschluss des Tages waren wir im Restaurant „La Estancia – Asador Criollo“ in de Nähe des Obelisken. Der Name ist Programm. Schönes Ambiente und erstklassiges Fleisch!