Unser Weihnachtsausflug führte uns in den Nationalpark El Rey, südöstlich von Salta gelegen.

Die Landschaft steht im krassen Gegensatz zu dem, was wir in den Tagen zuvor erlebt hatten. Statt trockener Hitze fast drückende Schwüle mit üppiger Vegetation, statt Riesenkekteen Bananenstauden, statt wildlebenden Lamas zahme Pferde als Haustiere, statt Pampagras gelbblühende Oleander.

Auf der Rückfahrt nach Salta wurden wir wie am Tag zuvor wieder von der Polizei kontrolliert und ich durfte schon wieder pusten. Schon seltsam: In 52 Jahren Führerschein musste ich weltweit noch kein einziges Mal pusten und jetzt innerhalt von 24 Stunden gleich zwei Mal.

Der Abend sollte der Kultur gehören. Wir gingen zu einer Veranstaltung, die sich „Ciudad de navidad“ nennt, übersetzt „Weihnachtsstadt“. Dabei führt eine Laienspielgruppe aus einem Stadtteil Saltas unter Beteiligung immer an Weihnachten vieler Kinder die biblische Geschichte auf. Das Ganze findet im Freien statt, die Bühne ist ein Berg am Rande des Stadtteils.

Die Veranstaltung findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt. Wir hatten vor 32 Jahren schon einmal das Vergnügen, sie sehen zu dürfen und waren sehr begeistert. Deshalb war es für uns keine Frage, „Ciudad de Navidad“ wieder in unsere Reise zu integrieren.

Leider spielte dieses Mal der Wettergott nicht mit. Nachdem wir auf unserer Reise bisher keinen einzigen Tropfen Regen hatten, setzte dieser genau mit Beginn der Veranstaltung ein. Zwar nicht stark, aber doch anhaltend, so dass die Aufführung leider nach einer Viertelstunde aus Gründen der Sicherheit für die Akteure abgebrochen werden musste. Nach einer halben Stunde war der Regen dann auch schon wieder vorbei. Schade für alle, vor allem natürlich für die vielen Kinder, die sich auf ihre Rolle in der Aufführung gefreut hatten.

Die Kinder freuten sich vor der Veranstaltung auf die Aufführung. Auf Grund des Regens konnten sie dann aber leider nicht spielen.