Der Tag des Abschieds aus Montevideo begann beim Frühstück noch einmal mit einem fantastischen Blick aus dem Fenster auf ein einlaufendes Kreuzfahrtschiff. Auch der Cerro zeigte sich noch einmal in der Sonne.

Die Rückreise erfolgte in drei Etappen. Zunächst ging es mit dem Buquebus, das ist die schnelle Fähre auf dem Río de la Plata, nach Buenos Aires. Vom dortigen Hafen ging es dann zunächst zum Hotel, um den dort deponierten Koffer abzuholen; dann weiter zum Flughafen. Und von dort schließlich mit Lufthansa nach Frankfurt.

Wir kamen pünktlich vom Hotel los, das vorgebuchte Uber-Taxi war auch auf die Minute genau da. Einchecken am Hafen, Gepäckabgabe – alles problemlos. Dann hatte die Fähre bei der Abfahrt allerdings 20 Minuten Verspätung, was an sich kein Problem ist. Allerdings wurde es dann hinsichtlich des in Buenos Aires vorbestellten Taxis immer enger, zumal sich die Verspätung im Laufe der Fahrt auf gut 30 Minuten summierte. Da auf See keine Internetverbindung bestand, war es auch schwierig mit dem Taxifahrer zu kommunizieren. Dieser hatte sich zwar schon bei mir gemeldet, ich konnte seine Nachricht aber erst beim Einlaufen in den Hafen mit der dan wieder vorhandenen Internetverbindung lesen. Zum Glück war er bereit zu warten. Allerdings war auf den Straßen vor dem Terminal ein großer Andrang, so dass er nicht bis zum Terminalbereich vorfahren konnte. Gleichzeitig herrschte im Terminal bei der Gepäckabholung ein ziemliches Chaos. Zwei viel zu kurze Gepäckbänder, die außerdem nicht miteinander verbunden waren. Ein Teil der Gepäckstücke kam auf dem einen Band raus, der andere auf dem anderen Band. Vor den Bändern stauten sich die Menschenmasse, die Leute versuchten durch die Masse von einem zum anderen Band zu kommen, um ihre Gepäckstücke einzusammeln.

Ratlose und suchende Menschen an der Gepäckausgabe

Das alles war sehr nervend, hatte aber am Schluss doch einen großen Vorteil. Durch die lange Wartezeit hatte sich unser Taxifahrer genau in dem Moment durch die Fahrzeugkolone zum Terminal durchgekämpft, als wir das Terminal verließen. Als hätte das alles so sein müssen …

Mittlerweile hatten wir aber über eine Stunde verloren, was allerdings kein Problem war, denn wir hatten genügend Puffer eingeplant. Der Rest verlief dann wie geplant. Schnell zum Hotel, um den Koffer abzuholen – verbunden mit einem letzten Blick aus dem Taxi auf den Obelisk.

Unterwegs dann noch einmal eine kuriose, aber landestypische Szene. An einer Ampel versuchte ein Gitarrist mit seiner E-Gitarre die Autofahrer während der Rotphase zu unterhalten. Auch so kann man seine Karriere starten …

Die Verzögerung am Hafen und der dichte Verkehr hatten aber auch ihr Gutes – wir kamen quasi just in time am Flughafen an, konten schnell einchecken, gingen zum Gate, konnten noch einen Kaffee und ein Stück Kuchen zu uns nehmen – und schon ging es pünktlich los mit der Boeing 747 nach Frankfurt.

Abflugzeit und …
… Abflugtemperatur

13 Stunden Flug – schon irgendwie ätzend. Man ist müde, kann aber trotzdem nicht richtig schlafen. Aber auch das ging dann in Summe doch schneller vorbei als befürchtet. Das Wetter in Frankfurt war dann wie vom Flugkapitän angekündigt …

Ankunftstemperatur
Landeanflug auf Frankfurt – grau in grau

In Frankfurt hat dann alles wunderbar geklappt. Das Gepäck war schon auf dem Band, als wir dort ankamen und auch auf unser Auto mussten wir schließlich nur 3 Minuten warten.

Genau 25 Stunden nachdem wir in Montevideo das Hotel verlassen hatten, konnte ich in Talheim die Haustür aufschließen. Darauf stießen wir am Abend mit einem guten uruguayischen Sekt an.