Heute erwarteten uns frische Temperaturen mit einem durchgehend recht starken Wind. Zum Glück gab es aber keinen Regen mehr. An windstillen Plätzen war es zum Teil schon wieder angenehm warm.
Da es zum Baden zu kalt war, entschieden wir uns zu einem kleinen Ausflug nach Chuy.

Um es klar und deutlich zu sagen: Chuy war vor 30 Jahren schon hässlich und ist es heute immer noch! Der Reiz der Stadt liegt aber darin, dass sie direkt an der Grenze zu Brasilien liegt, d.h. der eine Teil ist in Uruguay, der andere in Brasilien und man weiß nie so genau, ob man nun in Uruguay oder in Brasilien ist. Es ist nirgendwo eine Grenze sichtbar, es wird nicht kontrolliert, man wechselt einfach nur die Straßenseite und damit auch das Land.

Dazu kommt das bunte Treiben rund zum die Grenzstraße. Auf der brasilianischen Seite herrscht buntes Treiben, die Geschäft sind voller Menschen – und zwar fast ausschließlich Uruguayer. Für sie lohnt es sich, in Brasilien einzukaufen. Deshalb fahren viele gerade am Sonntag nach Brasilien, laden den Kofferraum voll und fahren wieder nach Hause. Ganz anders auf der uruguayischen Seite. Hier sind die Straßen und die ohnehin schon wenigen Geschäfte fast menschenleer.



Fazit: Chuy/Chui ist optisch eine Katastrophe, aber bezüglich des Flairs einfach unvorstellbar interessant.
Von Chuy aus begaben wir uns wieder nach Süden Richtung Agua Dulces. Dabei ist uns auf der Ruta 9 etwas begenet, was wir sonst noch nirgendwo erlebt hatten. Man fährt hier für ein paar hundert Meter quasi über eine Flugzeugpiste. Und zwar ist hier ein Stück als Notlandepiste für Flugzeuge vorgesehen, d.h. die Straße wird plötzlich so breit wie ein Flugfeld und am Anfang und Ende der Strecke befinden sich Markierungen wie auf einem Flughafen. Für welche Notfälle das Ganze gedacht ist, ist mir nicht bekannt.
