Unsere heutige Route führte uns von El Barreal nach El Chiflón. Obwohl kein touristische Highlight auf der Strecke ausgewiesen war, gab es in der Ferne und am Straßenrand viel zu bestaunen, so dass es eine ausgesprochen interessante Fahrt wurde.

Zunächst ging es im Calingasta Tal mit Blick auf die schneebedeckten Anden Kordilleren entlang nach Norden. Mit dem Schwenk nach Osten in das Rio San Juan Tal, in dem sich seitlich riesige Felsmassive auftürmten. Auch im weiteren Verlauf änderte sich die Szenerie immer wieder in Steppe, Pampa, flaches oder höheres Gebirge, grüne Flusslandschaften sowie kilometerweite ausgetrocknete Hochebenen. Und auf der gesamten Strecke war nur eine Ansiedlung zu erkennen, die man im Ansatz als Dorf durchgehen lassen könnte. Das alles lässt fotografisch nur unzureichend abbilden, bekräftigt aber die alte Weisheit, dass man Argentinien im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ muss, um die unsagbar schöne Landschaft zu erfassen.

Aber nicht nur der Blick in die Ferne war beeindruckend, auch das was am Straßenrand oft unvermittelt auftauchte, war beeindruckend – seien es Alpakas oder Esel, blühende Pflanzen in einer ausgetrockneten Landschaft, Kakteen, die Nachbildung eines Dinos oder eine zugewachsene Eisenbahnlinie.