Den letzten Tag des Jahres begannen wir in Mendoza. Nach dem Auschecken im Hotel hatten wir vor dem Rückflug nach Buenos Aires noch ein bisschen Zeit, uns in der Stadt umzusehen. Wir suchten uns am Plaza Independencia einen Parkplatz und wurden beim Aussteigen aus dem Auto von der Hitze und der Schwüle fast erschlagen. Zum Glück gibt es in der Stadt viele Bäume, so dass man leicht ein schattiges Plätzchen finden kann.

Unser Weg führte uns sodann in den Mercado Central, der trotz – oder gerade wegen – Silvester gerammelt voll war. Offensichtlich deckten sich viele Leute noch für den Silvesterabend und für Neujahr ein. Vor allem an den Fleischständen bildeten sich lange Schlangen – kein Wunder, denn die Argentinier grillen gerade an solchen Tagen wie Silvester oder Neujahr gerne zu Hause.

Danach hatten wir noch Zeit zum Cerro de la Gloria zu fahren. Hier wollten wir zum einen natürlich das Monument „Monumento al Ejército Libertador“ sehen, das an die Befreiung und die Unabhängigkeit Argentiniens von der spanischen Herrschaft erinnert. Zum anderen erhofften wir uns von hier oben auch noch einen schönen Blick auf die Stadt. Letzteres ist aber nur bedingt möglich. Man sieht zwar auf die Stadt hinunter, das in der Stadt durch die vielen Bäume auch viel Grün ist, kann man nicht so viel erkennen.

Auf dem Weg zum Flughafen fiel uns ein letztes Mal das schon oft gesehene Hinweisschild bezüglich der Malwinen (Falklandinseln) auf. „Las malvinas son argentinas“ heißt übersetzt: Die Falklandinseln gehören zu Argentinien. Man spürt hier, wie tief der Stachel nach dem Falklandkrieg 1982 in Argentinien immer noch steckt. Die Falklandinseln gehören völkerrechtlich zu Großbritannien, doch viele Argentinier können oder wollen das immer noch nicht akzeptieren.

Dann Abgabe des Mietautos am Flughafen und Einchecken – alles lief wie am Schnürchen. Nachdem wir auf dem Herflug von Buenos Aires etwa 3 Stunden Verspätung hatten, hob der Flieger dieses Mal sogar 20 Minuten zu früh ab. Der kurze Flug von nur 90 Minuten endete mit einem wunderschönen Anflug auf Buenos Aires.

In Buenos Aires ging es kurz ins Hotel, um uns etwas frisch zu machen und dann in ein schönes Lokal, das wir schon von unseren ersten Tagen in Buenos Aires kannten und wo wir uns für den Silvesterabend einen Tisch reserviert hatten. Das Ambiente war wunderschön, das Essen sehr gut und mehr als reichlich.

Den Jahreswechsel erlebten wir dann auf der kleinen Dachterrasse des Hotels mit Blick auf den Obelisk. Eigentlich hatten wir gedacht, dass in Buenos Aires kräftig geballert und gefeiert wird. Dem war aber nicht so. In unserer Straße in Talheim werden an Silvester wahrscheinlich mehr Raketen abgeschossen, als in Buenos Aires am Obelisk. Die Argentinier feiern den Jahreswechsel lieber in der Familie bei einem guten Asado (Grill). Außerdem vermute ich, dass Feuerwerkkörper in Argentinien nicht in der großen Masse angeboten werden wie in Deutschland und wahrscheinlich auch vergleichsweise teuer sind.

Gefroren hat hier an Silvester niemand

Für uns war es trotzdem interessant, den Jahreswechsel einmal hier und unter diesen Bedingungen erleben zu können.